Zusammenarbeit für vernünftige KI

Sechs Monate nach dem Start nimmt der Exzellenzcluster „Reasonable Artificial Intelligence“ (RAI) weiter Gestalt an. Rund 40 Mitglieder trafen sich beim ersten gemeinsamen Retreat vom 24. bis 26. Juni 2026 in Bensheim. Gemeinsam bauten sie die wissenschaftliche Zusammenarbeit aus.

Seit dem Förderbeginn im Januar wächst der Exzellenzcluster RAI kontinuierlich. Die ersten 21 Promovierenden haben ihre Arbeit aufgenommen, ebenso die Geschäftsstelle. Für das erste Retreat kamen nun alle Beteiligten zum persönlichen Austausch zusammen. Unter den Teilnehmenden waren auch zwei Gäste, die künftig selbst als Doktorand:innen in RAI forschen werden – ein Zeichen dafür, dass das Netzwerk weiter wächst.

RAI erforscht die Grundlagen für eine neue Generation von KI-Systemen, die mit weniger Rechenaufwand auskommen, sich flexibel an neue Situationen anpassen und kontinuierlich weiterlernen können. Im Mittelpunkt des Retreats standen deshalb vor allem der wissenschaftliche Austausch und die Stärkung der Zusammenarbeit. In den vier Forschungslaboren diskutierten die Wissenschaftler:innen gemeinsame Fragestellungen und entwickelten erste Ansätze für eine Zusammenarbeit über Disziplingrenzen hinweg. Die Doktorand:innen präsentierten ihre Projekte in einer Postersession, lernten sich in kurzen Gesprächsrunden kennen und tauschten sich mit Professor:innen über Karrierewege, die Betreuung von Promovierenden und ihr Verständnis von guter Wissenschaft aus. Eine gemeinsame Welcome Session der Sprecher Kristian Kersting, Mira Mezini und Marcus Rohrbach sowie von Constantin Rothkopf, ordnete aktuelle Entwicklungen der KI-Forschung ein.

Mit dem Retreat wurde auch sichtbar, wie RAI künftig arbeiten will: Forschung entsteht nicht isoliert in den einzelnen Labs, sondern im Austausch zwischen unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen. Die in Bensheim geknüpften Kontakte und entwickelten Ideen bilden dafür einen ersten Ausgangspunkt.

Der DFG-Exzellenzcluster Reasonable Artificial Intelligence (RAI, EXC 3057) wird im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert. Er geht aus dem vom Land Hessen geförderten Clusterprojekt 3AI hervor, das den wissenschaftlichen Grundstein für den heutigen Exzellenzcluster gelegt hat. hessian.AI unterstützt RAI unter anderem mit der notwendigen Recheninfrastruktur und im Wissenschaftsmanagement. Für die TU Darmstadt als Sprecheruniversität ist RAI ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Exzellenzuniversität.