
13. Februar – 26. April 2026
Eine Zusammenarbeit vom Museum Angewandte Kunst x saasfee*pavillon
Pressekonferenz: Donnerstag, 12. Februar 2026, 11 Uhr
Eröffnung im Museum Angewandte Kunst: Donnerstag, 12. Februar 2026, 19 Uhr
Eröffnung im saasfee*pavillon: Donnerstag, 19. Februar 2026, 19 Uhr
Grafik/Graphic: Farzam Mehdizadeh
Generative KI-Systeme haben sich tief in unseren Alltag eingebettet und prägen zunehmend unsere Vorstellungen von Gesellschaft, Welt und uns selbst. Generierte Bilder, Texte oder Videos erschaffen neue Welten – basierend auf selektiven Daten, häufig nicht-repräsentativen Perspektiven und ökonomischen Interessen. Worlding steht für den permanenten performativen Prozess, welcher Welten und Weltsichten hervorbringt. Worlding ist damit niemals abgeschlossen und immer verhandelbar. Besonders die Kunst eignet sich, um neue Worldings zu simulieren und zu reflektieren.
Dieser fortlaufende Prozess des Worldings speziell mittels KI-Technologien steht im Zentrum der thematischen Gruppenausstellung, die in der Kooperation zwischen dem Museum Angewandte Kunst Frankfurt und saasfee*pavillon entsteht. Ein interdisziplinäres Team der Hochschule für Gestaltung Offenbach um Alex Oppermann (Prof. für Elektronische Medien), Mattis Kuhn und Leon-Etienne Kühr (Leitung KI-Lab) und Natalie Wilke (Lehrgebiet Elektronische Medien), in Zusammenarbeit mit Studierenden verknüpft in diesem Projekt künstlerische Forschung mit gesellschaftlicher Reflexion.
Im Fokus steht das künstlerische Experiment als Untersuchungswerkzeug, um einerseits die Grenzen der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeitsräume generativer Modelle erfahrbar zu machen und andererseits das sich stetig verändernde Verhältnis zwischen Künstler:innen und KI-Systemen zu explorieren: Wann sind diese bloß Werkzeug, wann Co-Creator, und wo wird ihre Wirkmacht gar zum bestimmenden Faktor für gesellschaftliche und künstlerische Prozesse? Welchen Einfluss haben KI-Systeme auf Worldings und können umgekehrt Worldings unsere Interaktion mit diesen Systemen verändern?
Die Ausstellung umfasst eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen, die eigens für die Ausstellung im Museum Angewandte Kunst entwickelt werden: Performances, generierte Bilder und Texte, Malereien, Videoarbeiten, immersive Räume sowie interaktive Sound- und Rauminstallationen.
Ausstellende Künstler:innen:
allapopp, Anton Andrienko, Elisa Deutloff, Egor Dmitriev, Xiangyu Fu, Chelsea Hartmann, Marlon Hesse, Ava Leandra Kleber, Mattis Kuhn, Leon-Etienne Kühr, Max Kreis, Seongsin Lee, Ting-Chun Liu, June Pauli, saasfee* (Alex Oppermann & Al Dhanab), Evgeny Tverdokhlebov und Natalie Wilke.
Die Ausstellung wird unterstützt durch den Connectom Vernetzungs- und Innovationsfonds von hessian.AI & saasfee*pavillon.
Die Einzelausstellung when body is not enough von allapopp im saasfee*pavillon eröffnet am 19. Februar um 19 Uhr mit der Live Performance how to bury your digital twin um 20 Uhr. Die Ausstellung ist dort ebenfalls bis zum 26. April zu sehen.